Die Installation einer Wärmepumpe ist eine effiziente Lösung zur Beheizung und Kühlung von Gebäuden. Ein Fundament als Basis kann helfen die Langlebigkeit und Effizienz des Systems zu verbessern, ist allerdings nicht unbedingt notwendig. In diesem Artikel erklären wir, welche Anforderungen an das Fundament einer Wärmepumpe gestellt werden, wie man ein solches Fundament baut, was bei der Installation ohne traditionelles Fundament zu beachten ist und mit welchen Kosten man rechnen muss.
Wofür braucht die Wärmepumpe ein Fundament?
Brauchen tut die Wärmepumpe nicht unbedingt ein Fundament. Wenn eine Wärmepumpe schief steht, im Boden einsackt, wackelt oder auf eine andere Weise nicht stabil steht, ist es allerdings sinnvoll ein Fundament einzusetzen. Es sorgt dafür, dass die Wärmepumpe im Außenbereich stabil und waagerecht installiert werden kann. Ob ein Fundament notwendig ist hängt unter anderem vom Gewicht der Wärmepumpe, Art der Wärmepumpe und der Bodenbeschaffenheit ab.
Worauf sollte man bei dem Fundament achten?
Standort der Außeneinheit
Nähe zum Haus
Da ja im Haus die Wärme benötigt wird, ist es sinnvoll die Wege für Zu- und Rücklauf des Heizungswassers möglichst kurzzuhalten. Dementsprechend sollte das Fundament, ebenso wie die Wärmepumpe in der Nähe des Hauses platziert werden, aber nicht zu nah das die Luftzufuhr eingeschränkt ist.
Abstand zum Nachbarn
Je nach Bundesland auch baurechtliche Vorgaben die beachtet werden sollten. Diese beziehen sich normalerweise vor allem auf den Mindestabstand zum Nachbargrundstück. Tatsächlich haben die meisten Bundesländer aber jegliche Abstandsregeln abgeschafft. Alle Informationen dazu finden Sie in diesem Artikel: Wärmepumpe Abstand zum Nachbarn
Lautstärke der Wärmepumpe
Früher waren Wärmepumpen noch relativ laut, sodass man sehr genau darauf geachtet hat, wo man die Wärmepumpe aufstellt. Inzwischen ist die Lautstärke einer Wärmepumpe aber kein Problem mehr - die neueste Bosch Wärmepumpe ist sogar leiser als ein Kühlschrank. Auch das war ein Grund, wieso die meisten Bundesländer die Abstandsregeln abgeschafft haben!
Technische Details
Das Fundament einer Wärmepumpe muss verschiedene Anforderungen erfüllen, um die optimale Leistung und Sicherheit des Systems zu gewährleisten.
Tragfähigkeit
Das Fundament muss in der Lage sein, das Gewicht der Wärmepumpe von ca. 140kg dauerhaft zu tragen, ohne sich zu setzen oder zu verschieben.
Maße
Natürlich sollte das Fundament ebenfalls so groß sein, dass die Luftwärmepumpe vollständig Platz findet.
Vibrationsdämpfende Eigenschaften
Außerdem ist es vorteilhaft, wenn das Fundament vibrationsdämpfende Eigenschaften hat, um die Übertragung von Schwingungen auf das Gebäude zu minimieren. Dies trägt nicht nur zur Lärmreduzierung bei, sondern schützt auch die mechanischen Komponenten der Wärmepumpe vor frühzeitigem Verschleiß.
Wie wird das Fundament für die Wärmepumpe gebaut?
Es gibt verschiedene Fundament-Arten, die auf verschiedene Arten gebaut werden. Meistens geht es dabei so voran:
- Standort wählen: Bei der Standortwahl sollten die oben genannten Aspekte beachtet werden.
- Baugrube ausheben: Sobald man weiß, wo die Wärmepumpe aufgestellt werden soll, wird eine kleine Baugrube ausgehoben. Hier wird später das Fundament gegossen bzw. eingelassen.
- Schalungssteine aufstellen: Die sogenannten Schalungssteine sind die beiden schmalen Betonsteine, auf denen die Wärmepumpe steht.
- Baugrube füllen: Zuletzt wird die Baugrube wieder mit Kies und ggf. einer Drainageschicht aufgefüllt.
Was kostet ein Wärmepumpe Fundament?
Wenn die Errichtung des Fundaments bei einem Handwerker in Auftrag oder selbst durchgeführt wird, muss man mit Kosten von bis zu 600 € rechnen. Gut zu wissen: Bei Enpal wird immer ein Fundament verbaut und das komplett inklusive!
Hier können Sie herausfinden, ob sich eine Wärmepumpe auch für Ihr Haus lohnt: